Das Haus der Musik

Das alte Musikheim platzte bereits seit Jahren aus allen Nähten. Darum versuchten wir, keine wertvolle Zeit zu verlieren, und so schnell wie möglich mit dem Bau des „Haus der Musik“ zu beginnen. Am 6. Oktober 1994 war es endlich soweit! Der Bau zum „Haus der Musik“ sollte beginnen. Zuallererst galt es, die alte Bausubstanz zu schleifen und den Schutt wegzuschaffen. Dass diese Arbeit nicht ungefährlich war, zeigte uns bereits der zweite Arbeitstag, als ein herunterstürzender Balken unserem Obmann Johann Hiebl beinahe sein rechtes Ohr abriss. Vom ersten Schock erholt, ging es jedoch mit großem Eifer an die Arbeit. Nach nur 4 Tagen Abrissarbeiten begannen die Baggerungsarbeiten für den neuen Bau. In der sensationellen Zeit von 19 Tagen war der gesamte Keller inklusive Decke fertiggestellt. Unzählige Freiwillige machten diesen raschen Baufortschritt erst möglich. Noch in den Monaten November und Dezember konnten wir den Rohbau samt Dach fertig stellen.

Musikheim von Vorne

0899-029


Im Jänner 1995 begannen bereits die ersten Innenarbeiten an unserem Bauwerk. Zuerst wurde der Stiegenbau in Angriff genommen, um die Infrastruktur für die weitern Bauschritte zu schaffen. Gleichzeitig begannen bereits die Isolierarbeiten zur optimalen Wärmedämmung. Nach Abschluss dieser Arbeiten im Juni 1995 begannen wir mit den Wasser- und Elektroinstallationen, welche bereits im Juli 1995 wieder abgeschlossen werden konnten. Auch hier war der zügige Fortschritt nur durch zahlreiche freiwillige Arbeitsstunden zu erzielen.


Der August 1995 stand ganz im Zeichen des Innenputzes, der, wie man an den Raumgrößen ersehen kann, sicherlich keine leichte Arbeit war. Von Ende August bis September wurden am Vorplatz der Frostschutz und die Verrohrungsarbeiten durchgeführt. Anfang 1996 begannen die Arbeiten im Dachgeschoss. Hier wurden ebenfalls wämedämmende Isolierungen angebracht, um die Heizkosten im laufenden Betrieb so gering wie möglich zu halten. Als im März 1996 diese Arbeiten abgeschlossen waren, begannen wir mit der Heizungsinstallation, welche etwa 2 Monat in Anspruch nahm. Parallel dazu wurde bereits mit den ersten Innenausbauarbeiten begonnen. Von Mai bis Juli 1996 wurde dann bereits der Außenputz aufgetragen und ließ unser „Haus der Musik“ in Blau erstrahlen.

Musikheim und Mostpresse

Haus der Musik Fassade


Danach begannen die Innenarbeiten, welche diesen Bau komplettierten. Beim Innenausbau verlangte uns der Probenraum alles ab. Damit die Akustik auch dem internationalen Standard entspricht, musste der Raum genau ausgemessen werden und die Akustikelemente extra für diesen Raum angefertigt werden. Hier gilt unser Dank vor allem den Firmen „Fox-Holz“ und „Einrichtungsberatung Schallauer“, welche hervorragend zusammengearbeitet haben und unseren Probensaal zu einem der modernsten in Österreich gemacht haben. Doch auch der Rest des Hauses braucht keinen Vergleich zu scheuen. Das Stiegengeländer stellt hier eine Besonderheit dar. Unser Vereinsmitglied und Firmenchef der „Kunstschmiede Illich-Edlinger“ scheute hier keine Kosten und Mühen, entwarf und fertigte ein „musikalisches“ Stiegengeländer, welches mit echten Instrumenten verziert ist, an.


Der Aufenthaltsraum unseres Hauses gilt ebenfalls als Schmuckkästchen. Mit seiner abgesenkten Stuckdecke und den filigranen Malerarbeiten strahlt er eine gemütliche Atmosphäre aus. Doch ohne unsere Küche, welche alle Anforderungen einer modernen Küche erfüllt, wäre alles halb soviel wert. An dieser Stelle möchten wir uns bei der Firma „Elektro Papst“ herzlich für die Spende aller Einbaugeräte bedanken. Um den Anforderungen eines modernen Baus gerecht zu werden, wurden auch die Sanitäranlagen entsprechend großzügig gestaltet. Doch der erste Eindruck ist bekanntlich der wichtigste, also gestalteten wir unseren Vorplatz, der auch als öffentlicher Parkplatz benutzt werden kann, in verschiedenen Steinen. Eine Kombination aus Kopfsteinpflaster, Betonsteinen und Asphalt ergibt eine harmonische Komposition in Stein.

Haus der Musik


An 420 Tagen (1 Jahr und 55 Tage) wurden 16.317,5 freiwillige Arbeitsstunden geleistet. An diesen 420 Tagen reiner Bauzeit waren 2776 Menschen am Werk.