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15. November 1993

Musikheimneubau, eine Notwendigkeit

Ein Probenlokal für 40, aber 70 bis 80 Musiker darin. 1993 warben wir für ein neues Musikheim, das zum 135 Jahr Jubiläum 1996 fertig sein sollte.

„Musikheimneubau“ war 1993 ein Begriff, der in Haag heftig diskutiert wurde. Im Jahresrückblick wollten wir auch jene über die immer prekärer werdende Raumnot informieren, die nicht unmittelbar mit dem Thema konfrontiert waren.

Unser Musikheim im Gemeindeamt wurde vor 25 Jahren für damals 30 bis 40 Musiker konzipiert. 1968, im Jahr der Eröffnung, war es ein Juwel unter den Probenlokalen im ganzen Land, als noch viele Kapellen in Gasthäusern oder anderen Sälen probten. Inzwischen hatte die Mitgliederzahl die 90er Grenze erreicht, und wenn sich 70 bis 80 Musiker in einem Raum für 40 Personen tummeln, ist die Luft schlecht. Es gab keine eigenen Sanitäranlagen, kein Archiv, keinen Instrumentenstauraum und keine Kleiderschränke für Trachten. Noten, Instrumente und Trachten mussten in Häusern und Wohnungen von Funktionären gelagert werden, und auch ein eigenes Büro fehlte. Dazu kam der Mangel an Parkplätzen, und für einen Autobus war gar kein Platz.

Nachdem das Projekt Turnhalle und die Variante hinter dem Bezirksgericht nicht zu verwirklichen waren, einigte sich unser Vorstand mit den im Gemeinderat vertretenen Fraktionen auf die Böschung vom Gerichtsparkplatz zum Hartplatz der Hauptschule als Standort für ein Musikheim für uns und das Jugendblasorchester. Nötig wäre eine Gesamtfläche von 300 Quadratmetern.

Obmann Johann Hiebl wartete zu diesem Zeitpunkt aber noch auf die schriftliche Zusage der Gemeinde für das Grundstück. Erst danach konnten Planung, Kostenberechnung, Besichtigungen vorbildlicher Musikheime und ein Finanzierungsplan folgen. Da wir 1996 unser 135 jähriges Bestehen und die 30 jährige Leitung durch Kapellmeister Gerhard Leeb feiern, wäre es unser großer Wunsch gewesen, bis dahin den Neubau abgeschlossen zu haben.

Quelle Jahresrückblick 1993, Heft als PDF öffnen

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