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1. November 2001

Die Qual der Instrumenten­wahl

Gitarre und Querflöte sind gefragt, Oboe, Waldhorn, Tenorhorn, Posaune und Tuba fehlen. Die Musikschule Haag suchte 2001 Nachwuchs für Mangelinstrumente.

Im Jahresrückblick 2001 berichtete Josef Mayr, Direktor der Musikschule Stadt Haag, über die Instrumentenwahl der Kinder. Die Musikschule soll die Jugend zum Musizieren und zu einem vertieften Musikverständnis erziehen und zur aktiven Teilnahme am Haager Musikleben befähigen.

Nach musikalischer Früherziehung und Blockflöte können die Kinder auf ein Hauptfachinstrument umsteigen, etwa Klavier, Oboe, Tenorhorn, Akkordeon, Querflöte, Zugposaune, Steirische Harmonika, Klarinette und Saxophon, Basstuba, Violine, Trompete und Flügelhorn, Schlagwerk, Gitarre oder Waldhorn. Weil es pro Klasse nur eine bestimmte Zahl an Unterrichtsstunden gibt, ist ein Platz im Wunschfach nicht garantiert.

Gitarre und Querflöte gehören zu den beliebtesten Wunschinstrumenten. Für Querflöte gab es zwölf Anwärterinnen und Anwärter, aber nur drei Plätze. Um den Bläsernachwuchs für das Jugendblasorchester und die Stadtkapelle zu sichern, wurden besonders Mädchen und Buben für Oboe, Waldhorn, Tenorhorn, Zugposaune und Tuba gesucht.

Die Angst mancher Eltern, ein großes Blechblasinstrument sei für ihr Kind zu schwer, ist unbegründet. Ebenso wenig gilt, dass Mädchen Querflöte und Burschen Blech spielen sollen. Eine Tuba kann genauso von einem Mädchen gespielt werden wie eine Querflöte von einem Buben. Ein Blasorchester kann eben nicht nur aus Querflöten, Saxophonen und Trompeten bestehen.

Mit einem Projektaufruf suchte die Musikschule außerdem Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger ab der 4. Klasse Volksschule, die einige Schnupperwochen auf einem Mangelinstrument absolvieren wollten.

Quelle Jahresrückblick 2001, Heft als PDF öffnen

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