Blasmusik in Haag von der Jahrhundert zur Jahrtausendwende
Musikgauverband 1925, Musikschule 1966 und 77 Bläserschüler im Jahr 1997. Dir. Josef Mayr blickte auf die Geschichte der Blasmusik in Haag zurück.
Für den Rückblick 1997 schrieb Dir. Josef Mayr über die Geschichte der Blasmusik in Haag. Kultur hat die Haager Bevölkerung seit jeher begeistert. Große Verdienste um die Instrumental und Gesangsausbildung erwarben sich viele Privatpersonen, ehemalige Militärmusiker und vor allem einzelne Schullehrer. Neben dem Chor und Theaterwesen war es speziell die Blasmusik, die die Haager begeisterte.
Bereits 1925 war der Markt Haag Sitz des Musikgauverbandes, der dem Bund der Musikkapellen Niederösterreichs und des Burgenlandes angeschlossen war. Als Funktionäre wirkten die Haager Kapellmeister Ferdinand Harmer als Obmann, Johann Geiblinger als Kassier und Paul Aigner als Schriftführer. Mit Kriegsbeginn versiegten diese Aktivitäten. In den 30er Jahren war auch eine Musikschule in Haag geplant, zu einer Eröffnung kam es vermutlich wegen des Zweiten Weltkrieges nicht mehr.
Mit der Gründung der Städtischen Musikschule am 1. Jänner 1966 begann eine geregelte Instrumentalausbildung. Mit Prof. Leeb als Direktor der Musikschule und Kapellmeister der Stadtkapelle wurde ein Meilenstein gesetzt. Mit seiner Verpflichtung durch Bürgermeister Komm.Rat Ernst Huber kam auch der Bürositz des niederösterreichischen und des österreichischen Blasmusikverbandes nach Haag. Die Musikschule bildet vor allem den Bläser und Schlagzeugnachwuchs aus, und mit dem Jugendblasorchester wurde der Grundstock für den Fortbestand gesichert.
Mit Stichtag 1. Oktober 1997 lernten 77 Schülerinnen und Schüler ein Blasinstrument oder Schlagzeug, davon 10 Querflöte, 3 Oboe, 29 Klarinette, 2 Saxophon, 4 Flügelhorn, 9 Trompete, 4 Tenorhorn, 6 Waldhorn, 3 Posaune, 2 Tuba und 5 Schlagzeug. Im Schuljahr 1997/98 gab es erstmals einen Kurs für Musikalische Früherziehung. Mit über 180 Mitgliedern in Jugendblasorchester und Stadtkapelle schien der Blasmusikstandort Haag auch für die Zukunft gesichert.
Hinter jedem Erfolg stehen Menschen, Kapellmeister Gerhard Leeb mit seinen Stellvertretern Dietmar Winkler und Ewald Huber und die Musikerinnen und Musiker unter Obmann Johann Hiebl. Ihm, so Josef Mayr, sei es gelungen, mit dem Haus der Musik die Weichen für die Zukunft zu stellen, eine Heimstätte für alle jungen und junggebliebenen blasmusikbegeisterten Haager.
Quelle Jahresrückblick 1997, Heft als PDF öffnen
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